Beim Self-Billing (Gutschriftverfahren) erstellt nicht der Verkäufer, sondern der Käufer die Rechnung. Das Ergebnis heißt Einkaufsbeleg (auch Einkaufsbordereau genannt, englisch self-billed invoice): ein Dokument mit dem gesetzlichen Vermerk „Rechnung ausgestellt durch den Abnehmer". Klassische Beispiele: eine Molkerei, die die Milchgeldabrechnung für den Milchviehhalter erstellt, oder eine Versteigerung, die mit ihren Erzeugern abrechnet.
In NumNum gibt es zwei Seiten, beide unter dem Menü Rechnungen:
| Modul | Was | Für Sie |
|---|---|---|
| Ausgestellte Einkaufsbelege | Dokumente, die Sie als Käufer im Namen Ihrer Lieferanten erstellen | Eine Ausgabe |
| Einkaufsbelege (Einnahmen) | Dokumente, die ein Käufer in Ihrem Namen erstellt hat (empfangen über Peppol) | Eine Einnahme |
ℹ️ Einkaufsbelege sind je nach Abonnement verfügbar (enthalten oder als Add-on). Sehen Sie die Module nicht? Kontaktieren Sie help@numnum.be.
Einige Eigenschaften:
AB (Gutschriften AC). Die Startnummer legen Sie unter Einstellungen → Präferenzen fest (Startnummer Einkaufsbeleg).Ein Einkaufsbeleg geht über Peppol als self-billed invoice (Dokumenttyp 389; Gutschriften als Typ 261).
Erstellt ein Kunde (z. B. eine Genossenschaft oder Versteigerung) Rechnungen in Ihrem Namen, kommen diese über Peppol herein:
Das Dokument steht danach unter Rechnungen → Einkaufsbelege (Einnahmen), mit Status wie Neu, Offen, Teilweise bezahlt und Bezahlt. Empfangene Gutschriften zu solchen Einkaufsbelegen landen dort mit negativen Beträgen.
💡 Voraussetzung ist, dass Ihr Peppol-Empfang aktiv ist. Siehe Wie kann ich mich mit dem Peppol-Netzwerk verbinden?
Ausgestellte Einkaufsbelege und ihre Gutschriften werden in Ihre Exporte an den Buchhalter und in Verbindungen wie Clearfacts aufgenommen. In den Einstellungen können Sie separate E-Mail-Vorlagen und Standard-Intro/Bemerkungen pro Dokumenttyp festlegen.
Erzeugt ein externes System Ihre Abrechnungen? Dann können Sie Einkaufsbelege und ihre Gutschriften auch programmatisch erstellen, inklusive eigenem PDF-Layout als Anhang. Siehe Self-Billing über die API.
Was ist der Unterschied zu einer normalen Einkaufsrechnung (Ausgabe)? Bei einem normalen Einkauf erstellt Ihr Lieferant die Rechnung und Sie erfassen sie als Ausgabe. Beim Self-Billing erstellen Sie das Dokument selbst im Namen des Lieferanten; daher die eigene Nummernserie und das separate Modul.
Muss ich etwas mit meinem Lieferanten vereinbaren? Ja. Self-Billing setzt eine (schriftliche) Vereinbarung zwischen beiden Parteien voraus: Jedes Dokument gilt erst nach (stillschweigender) Annahme durch den Lieferanten.
Kann ich einen empfangenen Einkaufsbeleg ablehnen? Ja, in der Peppol-Inbox können Sie ein Dokument ablehnen statt importieren (und diese Ablehnung später rückgängig machen).